Das Innere Team
Wir sind mit uns selbst nicht immer „ein Herz und eine Seele“! Unsere inneren Reaktionen gerade in Konflikten oder bei Entscheidungen sind oft vielfältig und bisweilen widersprüchlich: Sie möchten ihrer besten Freundin oder Ihrer Partnerin sagen, was Sie stört, befürchten aber, dass sie abweisend und beleidigt reagieren wird. Sie müssten mit Ihrem Mitarbeiter ein Kritikgespräch führen, aber das Wissen um seine schwierige Lebenssituation macht es Ihnen schwer.
Gemäß dem Modell vom „Inneren Team“ (Schulz von Thun) haben wir verschiedene Persönlichkeitsanteile in uns, die sich z.B. in Gefühlen, Bedürfnissen, in Werthaltungen oder Handlungsimpulsen ausdrücken. Wenn Sie Zeuge werden, wie jemand ungerecht behandelt wird, meldet sich vielleicht Ihr „Gerechtigkeitswächter“ und sagt zu Ihnen: „Da musst Du einschreiten!“ Und zugleich findet Ihr innerer „Angsthase“ womöglich, dass das überhaupt keine gute Idee ist! Wer von beiden setzt sich durch – und wie geht es Ihnen hinterher damit? Ihre Teammitglieder beeinflussen Ihr Denken, Fühlen und Handeln – sie wollen mit ihren Botschaften gehört und berücksichtigt werden. Das ist nicht immer leicht, denn mit manchen Teammitgliedern (z.B. dem „Neidhammel“ oder dem „Angsthasen“) stehen wir auf Kriegsfuß und andere halten wir im Verborgenen (z.B. das „kleine Mädchen“ / den „kleinen Jungen“), um Verletzungen zu vermeiden.
Die Entwicklung Ihres Inneren Teams und Ihrer „Chef“-Qualitäten lohnt sich! Spielt Ihr Team wie ein gutes Orchester unter einem kompetenten Dirigenten harmonisch zusammen, erleben Sie ein Gefühl der Stimmigkeit und Stärke. Geht es innerlich durcheinander oder destruktiv gegeneinander, kostet das viel seelische Energie und dies kann bis zur Handlungsunfähigkeit führen.